Informationen zum Verein

Die Geschichte des Vereins

Die Geschichte des Musikverein Rodenbach beginnt im Jahr 1948, als der Musiker Jakob Nikolai, welcher mit seiner Gitarre die Gäste der Gastwirtschaft "Zur Brücke" (damaliger Besitzer: Fritz Braunbach, ein Gründungsmitglied unseres Vereins) mit seinem Spiel und Gesang erfreute. Zu ihm gesellte sich kurze Zeit später Emil Strauß mit der Violine und Oswald Schäfer mit der Zither. Nun war es nur noch eine Frage der Zeit bis sich weitere Musiker zur Verstärkung einstellten.

Die Zitherspieler Gerhard Willenbacher und Joseph Halfmann mit seinen drei Kindern, Mandolinenspieler Adalbert Schick, Violinenspieler Erwin Schellhaas, Gerhard Hunsinger, Gerold Scheuermann und Arthur Glanzmann mit seiner Gitarre gesellten sich dazu. Der erste Auftritt dieser Schrammelgruppe war die Weihnachtsfeier des Gesangvereins Rodenbach im Gasthaus "Engel", welches ein voller Erfolg war. Spontan meldeten sich weitere Musiker, vorwiegend auch Bläser, an. Der Musikverein Rodenbach war gebildet. Der Musiklehrer Rudolf Gallé übernahm mit Freude die musikalische Leitung. Dank seiner Initiative und Ausstrahlung schaffte er es, die Musikerschar ständig zu vergrößern. Nun konnte der Verein auch formell gegründet werden.

Emil Strauß beantragte, nachdem mühsam die Satzung in Deutsch und Französisch erarbeitet war, zusammen mit seinen Musikfreunden Gerhard Willenbacher und Joseph Halfmann bei der Militärregierung in Kaiserslautern die Genehmigung zur Gründung des Musikvereins. Am 13.03.1949 fand die Gründungsversammlung im Gasthaus "Zur Brücke" statt. 21 Personen trugen sich in die Mitgliederliste ein und wählten die erste Vorstandschaft des Vereines. Am 17.04.1949 fand das erste Konzert in der Turnhalle Rodenbach statt. Um den Verein finanziell über die Runden zu bringen, wurden Konzerte und Heimatabende, Faschingssitzungen und Theateraufführungen durchgeführt.

1953 übernahm Rudolf Lambrecht kurz den Vorsitz des Vereines, um ihn im gleichen Jahr an Egon Müller abzugeben, welcher ihn erfolgreich bis 1976 leitete. Herr Müller musste sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Er übergab die Vereinsführung an Eugen Neu, welcher bis 1987 dieses Amt innehatte. In der Amtszeit von Herrn Neu wurde als Dirigent Gerhard Blodau verpflichtet, was sich als Glücksgriff für den Musikverein erwies. Durch die hervorragende Arbeit dieses Berufsmusikers wurde das Niveau des Orchesters enorm gesteigert. Es ist Herrn Blodau zu verdanken, dass sich das Orchester zu einem hoch angesehenen Klangkörper entwickelte, was sich in den vielen repräsentativen Verpflichtungen bestätigte. Auf Betreiben von Herrn Blodau gab sich die Kapelle des Musikvereins Rodenbach den Namen "Pfälzer Konzert–Blasorchester", was sich für das Ansehen und die Auftritte sehr positiv auswirkte.

Mehrere Rundfunksendungen, eine Konzertfahrt nach Amerika und Spanien, sowie Tonträgeraufnahmen 1983 und 1989 können als Höhepunkte erwähnt werden. Bei Wertungsspielen in Wittlich und Wörth wurde dem Orchester seine Qualität in der Ober- und Höchststufe bescheinigt. Herr Blodau führte beim Musikverein die bestuhlten Konzerte an Weihnachten ein. Dass diese Konzerte für den Musikverein nicht mehr wegzudenken sind, erkennt man daran, dass dieses Jahrs bereits das 43. Weihnachtskonzert gespielt wird. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es auch zu verdanken, dass der Musikverein durch sein alljährliches Waldfest auf finanziell gesunden Beinen steht.

1987 übernahm Gerhard Willenbacher die Vorstandschaft des Vereins, um sie mehr als erfolgreich weiterzuführen. Zusammen mit Gerhard Blodau konnte das Niveau des Orchesters weiter ausgebaut werden. Freundschaften mit Musikvereinen in Kelmis (Belgien) und Kirchberg im Hunsrück, von ihm ins Leben gerufen, werden heute noch gepflegt. Für seine Verdienste wurde ihm 1995 die Ehrenvorstandschaft verliehen. Nach Gerhard Willenbacher übernahm Horst Kiefer den Vorsitz im Musikverein. Der Beginn seiner Vorstandschaft stand unter der schwierigen Aufgabe für den schwer erkrankten Dirigenten Gerhard Blodau einen Ersatz zu finden. Mit Geschick und Glück gelang es ihm einen jungen Musikstudenten zu gewinnen. Michael Traub studierte nach seinem Wehrdienst beim Heeres–Musikkorps 9 in Saarbrücken Schulmusik. Mit ihm als Dirigent folgten weitere Konzerte bei unseren Musikfreunden in Kelmis und Kirchberg. Aus beruflichen Gründen gab er den Dirigentenstab im Jahr 2001 an Carsten Petry ab.

Mit Carsten Petry war es gelungen, einen jungen Profimusiker für den Verein zu engagieren. Mit seinem musikalischen Können konnten die Erfolge des Vereins weiter gefestigt werden. Unter seiner Stabführung wurde das traditionelle Weihnachtskonzert auf gleich hohem Niveau weitergeführt. Erfolgreiche Konzerte in Frankreich, im Hunsrück oder in den Nachbargemeinden bestätigten dies.

Im Jahr 2005 übernahm Alfred Scherer die Vereinsführung. Aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes konnten die Erfolge des Vereins im In- und Ausland wiederholt und übertroffen werden: Neben der Fortführung des jährlichen Weihnachtskonzertes und der Etablierung eines alljährlichen Frühjahrskonzertes folgten weitere Konzertreisen nach Kirchberg und Frankreich. Als Nachfolger von Carsten Petry wurde im Jahr 2011 Wilfried Bernath vorgestellt. Der studierte Musiker dirigiert seitdem das Orchester und beherrscht es vor allem durch seine lockere Art das Publikum in den Weihnachts- und Frühjahrskonzerten sowie weiteren regelmäßigen Auftritten zu begeistern.

Die Geschichte der Jugendarbeit

Aktive Jugendarbeit im Musikverein begann 1967 unter der Leitung von Karl Moser. Seinem unermüdlichen Einsatz und Idealismus ist es zu verdanken, dass zeitweise 100 jugendliche Musiker aktiv am Vereinsleben teilnahmen. Er schaffte es nicht nur eine großartige Jugendkapelle zu leiten, sondern band mit seinen väterlichen Eigenschaften die Jugend an den Verein. Viele Freundschaften, die heute noch Bestand haben, wurden durch seine Probenwochenenden im „Steinbruch“ geschlossen. Mit ihm gelang es gute Ausbilder nach Rodenbach zu holen.

Sein Enthusiasmus konnte nur noch von seinem Nachfolger Alfred Scherer übertroffen werden. Mit derselben Leidenschaft, mit der auch den Verein leitet, führte er den Dirgentenstab des Jugendorchesters und brachte dieses auf den Zenit des Erfolgs. Als Highlights können hier der jährliche Besuch einer Jugendherberge, das anschließende Jugendkonzert sowie ein gemeinsames Konzert mit der Band "No Problem" genannt werden. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass das Jugendorchester des Musikvereins Rodenbach bis heute einen ausgezeichneten Ruf genießt.

Auch nach der Ära "Freddy" blieb die Leitung des Jugendorchesters in der Familie: Im Jahr 2006 übernahm mit Manuel Scherer der Sohn von Alfred Scherer und Enkel von Karl Moser das Zepter und knüpfte an die Erfolge seiner Vorgänger an. Als Manuel Scherer aufgrund eines Musikstudiums die Leitung des Jugendorchesters im Jahr 2011 abgeben musste, konnte der Verein erneut ein Mitglied aus den eigenen Reihen für dieses Amt gewinnen. Die studierte Musiklehrerin Carina Dmytryk dirigiert seitdem das Jugendorchester und verhilft durch ihre Erfahrung, Motivation und Ideenreichtum der Jugend zu einer neuen Größe.

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